Abbruch Altbestand Landesklinikum Thermenregion Baden

Auftraggeber:

ARGE Moser Architekten ZTG / Architekt DI Franz Pfeil ZTG

Ort:

Baden, Niederösterreich

Erbrachte Leistungen:

Unterstützung des Auftraggebers bei abfallrelevanten Fragen sowie Unterstützung bei vergaberechtlichen Angelegenheiten beim Abbruch des Altbestandes; Beratung des AG bei der Vergabe und Abwehr von Zusatzleistungen die nicht durch den Bauvertrag abgedeckt waren, fachliche Aufsicht und Begehungen, Teilnahme an Baubesprechungen, Begehungsberichte, fachtechnische Abnahmen und Stellungnahmen sowie Mängelfeststellung

Projektbeschreibung

Für den Neubau des Landesklinikums Thermenregion Baden wurde der bestehende Altbestand des Landesklinikums Baden vollständig abgebrochen. Charakteristisch für dieses Projekt war der Abbruch eines großvolumigen Krankenhauses unmittelbar neben sensiblen, in Betrieb stehenden Einrichtungen des Krankenhausneubaus. Der Altbau bestand aus einem zweigeschoßigen Flachbau und zwei achtgeschossigen Türmen mit rund 37,5 m Gebäudehöhe. Der Brutto-Rauminhalt des Hauptgebäudes betrug rund 126.500 m³, davon ca. 4.400 m³ unter Niveau; zusätzlich waren Fundamente mit rund 3.100 m³ rückzubauen.

Neben dem Hauptgebäude umfasste das Vorhaben den Abbruch von Außenanlagen mit rund 6.100 m² Fläche, Teilbereichen des Parkdecks, des Kollektors, der Rettungsrampe und des provisorischen Hubschrauberlandeplatzes. Die Lage neben dem unter Vollbetrieb stehenden neuem Landesklinikum und dem Landespflegeheim, Rettungszufahrten, Küchenanlieferung, Badner Bahn und Hubschrauberlandeplatz stellten hohe Anforderungen an die Rückbauplanung, Bauaufsicht und Ablaufkontrolle.

TRUGINA führte die fachliche Beratung der örtlichen Bauaufsicht des Auftraggebers für den Abbruch durch. Die Beratung bezog sich auf die Einhaltung behördlicher Auflagen, die vertragskonforme Auslegung des Bauvertrages und des Leistungsverzeichnisses sowie auf einzuhaltende gesetzliche Vorgaben. Der Projektschwerpunkt lag auf Rückbau und Schadstoffmanagement beim Abbruch, insbesondere bei XPS-Dämmstoffen, künstlichen Mineralfasern (KMF) und Asbestzement (AZ). Die Rückbaumethode sah eine weitgehende Trennung vor Ort vor: AZ und KMF wurden in aufwändiger Kleinarbeit maschinell und händisch gelöst und rückgebaut, anschließend fachgerecht entsorgt, XPS maschinell von Betonwänden gelöst, gesammelt und thermisch beseitigt; anschließend an die Schad- und Störstoffentfrachtung wurde die verbleibende mineralische Substanz maschinell rückgebaut und weitgehend einer Recyclinganlage zugeführt.